Sönke Reimers sagt: Wir müssen ins Handeln kommen, denn Unabhängigkeit scheitert nicht an fehlender Technologie.
Ein europäisches Instagram oder Facebook? Können wir vergessen, digitale Illusionen, diese Messe ist längst gelesen. Es geht nur noch darum, nach welchen Regeln Plattformen in Europa operieren.
Aber hier wird nach "Freedom of Speech" mit dem „Zensur-Industrie-Komplex" gerade die nächste Debatte ideologisch vorbereitet. Der Social-Media-Zug ist abgefahren, aber der KI-Zug gerade erst gestartet. Künstliche Intelligenz und Daten sind wichtig, aber unsere Daten dürfen wir nicht in die falschen Hände geben.
Europäische Alternativen zu Big Tech? Threema, Signal, Webmail- und Cloud-Dienste - die Alternativen existieren längst. Sie werden nur zu wenig genutzt. Das ist kein Technologieproblem, vielmehr sitzen wir in der Bequemlichkeitsfalle. Die unbequeme Wahrheit? Wir haben Technologien, wir haben das Know-how.
Was uns fehlt, ist der Mut zur Veränderung. Wir sind besser, als wir denken, wir könnten eine Menge tun, aber dafür müssen wir am Ball bleiben und ins Handeln kommen.
Sönke Reimers ist erfahrener CEO (zuletzt dfv Mediengruppe), Investor und Gründer mit über 25 Jahren Führungserfahrung in der Medien-/Tech-Industrie. Und einer von vielen, die mit uns die wachsende Gefahr der digitalen Abhängigkeit von einer zunehmend aggressiven USA diskutieren, angestoßen durch das Gedankenspiel von Florian Harms: Was passierte eigentlich, wenn in Deutschland durch US-Sanktionen Google, Microsoft, Apple, Amazon und Co lahmgelegt wären?
Lies dieses Szenario und die Statements der weiteren klugen Köpfe der Kommunikationsgesellschaft: Was tust du persönlich, um deine digitale Abhängigkeit von den USA zu verringern?